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11.10.2020

Spätes, aber großes Kino. Der Capitol Preis 2020

Es dauerte dies Jahr etwas arg lang, bis ich endlich mein alljährliches „Film ab“ an den Mann, bzw. auf`s Papier, bringen konnte. Normalerweise findet der Capitol Preis von Wolfgang Schäfer nämlich immer als Saisoneröffnungsturnier am 1. Mai statt, aber dieses Jahr nicht.

Foto v. l. n. r. Hartmut Schreiber, Laura Kölsch, Eva-Maria Stöhr, Wolfgang Schäfer, Stefan Sachs, Maggi Blum, Berthold Itter, Marek Prena, Joschi Burjan

Dirk Willig, Burkhard Mai, Kay Hirkow

Dreimal dürfen sie raten warum nicht. Aber am Samstag den 10. Oktober war es doch soweit und es hieß endlich „Vorhang auf und Film ab“. Und endlich gab es wieder diese eigenwilligen zwei verschiedenen Zählarten, denn die Netto-Gruppe A wurde als Zählspiel gewertet, während die Netto-Gruppe B im guten alten Stableford gespielt wurde. Eine Zwei Klassengesellschaft eben, wobei es die Upperclass nicht unbedingt einfacher hatte.

Anscheinend freute sich sogar der vielgescholtene Wettergott über die Ausrichtung des Turniers, denn nach Schlechtwettertagen in der Woche, schien am Samstag eine herrliche Herbstsonne vom Himmel und es machte richtig Spaß, Golf zu spielen. So viel Spaß, dass sich auch die Ergebnisse nicht lumpen ließen und damit andeuteten, dass der Platz auch nach Regenfällen sehr gut zu bespielen ist und damit regulär gute Resultate herauskommen können. Das nutze ich zum Saisonende nochmal aus, dachte sich anscheinend Claudia Bracht und haute mal leicht und locker eine Runde mit 41 Netto-Punkten raus. Was natürlich den Sieg in der B Klasse vor Berthold Itter bedeutete.

Irgendwie muss man sich langsam daran gewöhnen, dass immer öfter der Name Joschi Burjan als Sieger auftaucht. Und das in allen möglichen Handicap-Klassen. Beim letzten Turnier war es Joschi der Jüngere, der langsam alle Handicap-Klassen durchläuft und noch lange nicht an seinem finalen Handicap angelangt ist. Beim Capitol Preis war es aber Joschi der Methusalem, der den Sieg in der Klasse A einheimste. Da brauchen die Beiden bald eine größere Vitrine für die ganzen Pokale. Erwähnen sollte man auch Marek Prena, denn er ist zwar selten ganz vorn, aber er spielt immer so gut, dass es für`s Stockerl reicht. Erwähnen sollte man auch Hartmut Schreiber, der zum Saisonende zu großer Form aufläuft.

Wenn Stefan Sachs und Maggi Blum am Start sind, dann ist es klar, dass die Brutto-Wertung für den Rest der Teilnehmer sehr schwer zu gewinnen sein wird. Sie sind sowas an gut und vor allem konstant in ihrem Spiel, dass es fast schon beängstigend ist. So auch diesmal. 29 Brutto Punkte von Stefan Sachs und 17 von Malgorzata Blum sprechen doch eine deutliche Sprache und zeigen, dass wir Anderen uns doch mal ein paar Extramarken für die Driving Range kaufen sollten, um endlich mal die Beiden ärgern zu können. Am besten verabreden wir uns an einen bestimmten Tag, stellen am 200 Meter Punkt ein Schild auf, welches jemanden ähnelt, den wir nicht leiden können (ev. Trump,  Corona oder zur Not auch mich) und versuchen mit dem Eisen 6 diese Figur zu treffen.

Tom Artner würde ich dies zutrauen, denn er ist verdammt lang in seinen Schlägen, was sein Sieg beim Longest Drive auf der 11 beweist. Martina Döring sowieso, was wiederum ihr Sieg im gleichen Wettbewerb beweist. Eva Maria Stöhr´s Name tauchte beim Nearest to  the Pin bisher noch nicht so häufig auf, aber am Samstag war ihr Tag. Dritter Platz in der B Klasse und Sieg beim NttP! Last not least ist auch noch der Sieg von Jing Luo beim NttP auf der Bahn 12 erwähnenswert, der wiederum schon häufiger dort gewonnen hat.

Ach ja, erwähnenswert ist auch ein völlig neuer Wettbewerb, der innerhalb dieses Turniers erstmalig ausgetragen wurde. Das lustigste Bild vor dem ersten Abschlag. Jeder Flight hatte exakt 30 Sekunden Zeit, sich eine Pose zu überlegen, diese wurde abgelichtet und hinterher (hoffentlich notariell) bewertet. Und glauben sie mir, da wurde noch mehr um den Sieg gefightet als danach auf dem Platz. Zumindest von einigen Flights!

Der Capitol Preis ist ganz eindeutig ein Lieblingskind von Wolfgang Schäfer. Anhand von vielen Kleinigkeiten, wie z.B. den zwei Zählarten und jetzt dem Juxfoto, sieht man, wie gern der Wolfgang sein Turnier hat. Und wie gern er seinen (unseren) Club hat. Bitte, bitte, mach ja weiter so und denk dir immer was Neues aus!

Euer Klaus Purwin

Brutto

1.      Stefan Sachs                      29 BP

Maggi Blum                        17 BP

 

Netto Klasse A  (-18,4) Zählspiel

 

1.       Joschi Burjan. Der Ältere         68 NS

2.       Marek Prena                              69 NS

3.       Hartmut Schreiber                    71 NS

 

Netto Klasse B (18,5-) Stableford

 

1.       Claudia Bracht                         41 NP

2.       Berthold Itter                          39 NP

3.       Eva Maria Stöhr                      33 NP

 

Longest Drive Bahn 11             

Tom Artner

Martina Döring

 

Nearest to  the Pin  Bahn 12

Jing Luo

Eva Maria Stöhr