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12.07.2020

Natur & Umwelt Cup 2020

Mit einem nagelneuen Turnier, dem Natur & Umwelt Cup, verabschiedete sich zumindest sportlich die verkürzte offene Kasseler Golfwoche 2020. Schade eigentlich, denn der Zuspruch war wie immer toll. Die Turnierleitung wie immer super. Die Bewirtung wie immer vom feinsten. Das Greenkeeper-Team wie immer klasse. Alles war wie immer großartig, bis auf die Fotos der Siegerehrungen.

Da sahen die zu Ehrenden eher aus, als hätten sie sich verlaufen oder wären fotografiert worden, bevor sie sich so richtig in Positur stellen konnten. Ja und für ein Gruppenfoto hätte man ein Froschaugenobjektiv benötigt, um alle Teilnehmer auf`s Bild zu bekommen. Aber Abstand müssen in diesen Zeiten die Sieger nicht nur zum Rest der Teilnehmer wahren, sondern auch untereinander, deshalb diese etwas distanziert wirkenden Fotos. Ach ja, die Leistungen auf dem Platz, die waren auch wie immer super gut. Da purzelten die Handicaps reihenweise und man musste schon eine außergewöhnliche Performance hinzaubern, um in seiner Klasse zu gewinnen.

Bevor die Golfwoche am Sonntag, 12.07.2020, mit dem Member & Friends Turnier beendet wird, sollte man ruhig ein kleines Resümee über die gezeigten Leistungen ziehen. Ganz klar, die Jugend drängte nach vorn, besonders wenn sie noch Handicaps hat, die den spielerischen Tatsachen nicht mehr entspricht. Luca Bredt zum Beispiel kommt langsam in einen Handicap Bereich, der seinem Vermögen entspricht. Carl Siemon ist wiederum  ein kommender Hoffnungsträger des Clubs und noch lange nicht an seinem selbstgesetzten Ziel angelangt. Aber auch die „Alten“, die erfahren Spieler und Spielerinnen, konnten zum Teil glänzend dagegen halten und zeigten Leistungen, die richtig gut waren. Und die man von dem ein oder anderen nicht erwartet hätte. In der Golfwoche herrschen eben andere Gesetze, da wird noch eine Schippe mehr draufgelegt. Okay, dass es im Brutto keine Überraschungen gab und sich nur die Besten dort durch setzten, ist klar und irgendwie logisch, denn deren Erfahrung und Klasse, die sie in Stresssituationen abrufen können ist einfach nur bewundernswert. Großes Kompliment an alle Sieger, aber zur heimlichen Königin der Golfwoche avancierte Rebecca Kimm-Friedenberg, die gleich zweimal die Brutto Wertung gewann und beim longest drive in einer eigenen Liga drivte.

Zum Turnier selbst. Wie gesagt ein neues Turnier, das aber nicht ohne Hintergedanken diesen an sich etwas untypischen  Namen für ein Golfturnier trägt. Der Sponsor, der Vorstand des Kasseler Golfclubs, hat die Zeichen der Zeit schon lange erkannt und eine seiner Zielvorgaben ist nun mal die Erhaltung und Verbesserung der Umwelt und unserer Natur. Im Gegensatz zu vielen anderen Institutionen packt er aber auch diese Aufgaben aktiv an und zeigt damit, dass der Kasseler Golfclub ein Refugium für umweltbewusste Menschen geworden ist. Golf und Natur sind nicht nur in Corona Zeiten ideale Partner. Deshalb auch dieses Turnier, das als Zählspiel nach Stableford ausgetragen wurde und bei besten Golfwetter am Samstag den 11.7.20 stattfand.

In den Netto Klasse B erstablefordete Rolf Kieckebusch sage und schreibe 40 Netto Punkte und sicherte sich damit sehr souverän den Sieg. Er spielt zwar nicht allzu oft Turniere, aber wenn, dann ist immer mit ihm zu rechnen. Kay Hirkow, der Mann der lockeren aber guten Sprüche, gewann mit bärenstarken 41 Netto Punkten die Handicap Klasse A und bewies damit recht eindrucksvoll, dass er nicht nur der König der Driving Range ist, sondern auch auf dem Platz den Ball ganz passabel im Loch versenken kann. Aber da war ja auch noch die Brutto-Wertung, die diesmal nicht in Damen und Herren getrennt, sondern zusammen, gewertet wurde und dort gelang Rebecca Kimm-Friedenberg die klammheimliche Inthronisierung. Ihre 29 Brutto Punkte waren an diesem Tag nicht zu schlagen und somit ist sie die stolze Gewinnerin der Brutto Wertung des Natur & Umwelt Cups 2020.

Ach ja, wie es sich für einen Umwelt orientierten Club gehört, wurde auch noch vor der Siegerehrung  ein weiteres Umweltprojekt eingeweiht: der Barfußpfad, den jeder Sieger passieren musste, um seinen Preis abzuholen und der in Zukunft geplackten Golferfüßen nach der Runde etwas Linderung verschaffen soll und auch eine Attraktion für Bienen und Insekten darstellt. Jetzt nicht unbedingt gleichzeitig, denn dann wüsste man ja nicht, wer einem mehr Leid tun sollte. Die Insekten wegen der Füße oder die Füße wegen der Insekten!

Brutto  all together
1.    Rebecca Kimm-Friedenberg           29 BP

Netto
Klasse B  (19,0-)
1.    Rolf Kieckebusch                          40 NP
2.    Prof. Dr. Thomas Dimpfl             37 NP
3.    Luca Bredt                                     37 NP

Klasse A  (-18,9)
1.    Kay Hirkow                                  41 NP
2.    Waldemar Lenze                        37 NP
3.    Stewart Macintosh                    37 NP


Longest drive  (Bahn 11)
Damen  Rebecca Kimm-Friedenberg
Herren Jan Stey

Nearest to  the pin  (Bahn 2)
Damen     ohne Zielwasser
Herren    Georg Leser  3,30m