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18.06.2020

Vorhang auf für das erste Turnier des Jahres 2020

Das hätte ich mir anfangs des Jahres nicht träumen lassen, dass ich mir erstmals keine cineastischen Gedanken (wie „Film ab“) zum offiziellen Auftakt der Turniersaison des Golfclubs Kassel machen müsste. Ich hätte nie gedacht, dass der beliebte Capitol Preis vom Wolfgang Schäfer am 1. Mai nicht stattfinden würde und ich erst am 15. Juni in die Tasten hauen müsste.

Meine Stimmung war damals arg gebeutelt, der psychische Zustand grenzwertig und die Gedanken trüb und grau, während der Garten dank der schöpferischen Literaturzwangspause geradezu explodierte und in allen Farben leuchtete. Kontrastprogramm eben! Zu meinem Allgemeinbefinden. Aber, auch wenn ich meinen Garten mag und mich freue, dass er erstmals nach meinem Eintritt in den Golfclub, wie ein normaler Garten ausschaut, so hätte ich die Zeit doch lieber auf dem Golfplatz verbracht und zwangsläufig das ein oder andere Turnier mit meiner Berichterstattung veredelt. „Berichterstattung“ wohlgemerkt, bei „Teilnahme“ wäre das Niveau nicht veredelt, sondern demoliert worden. War aber dank Corona nicht, weder die Teilnahme noch die Berichterstattung, und deshalb freue ich mich, dass ich jetzt endlich sagen darf:
Vorhang auf für das ersehnte erste Turnier der Coronasaison 2020, das 9 Loch After Work JOKA Tournament, dass zweifelsfrei die zweifelhafte Ehre hatte unsere Turniersaison arg verspätet zu eröffnen. Mit insgesamt 6 Teilnehmern erfüllten die Starterlisten jetzt nicht unbedingt den Tatbestand der Überfüllung und der und auch auf der Warteliste war es mit null Teilnehmern recht übersichtlich, so dass man nicht unbedingt von einem Run auf die Öffnung der Turniersaison sprechen kann. Aber somit konnten die Abstandsregeln unproblematisch auf 13 Meter 98 statt 1,5 m verlängert werden, so dass man auf eine Markierung der Laufwege verzichten konnte, denn jeder hatte ein riesengroßes Terrain für sich allein. Es war also so, wie es der momentane Zustand erlaubt. Der Corona-Zustand als auch der Form-Zustand der Teilnehmer. Also mit viel Platz nach oben. Sowohl teilnehmermäßig als auch leistungsmäßig.
Gespielt wurde nach Stableford und gewertet wurde die Bruttoanzahl der Punkte. Und gewonnen hat mit einer Superleistung Miguel Morato Brede mit 15 Brutto-Punkten auf nur 9 Löchern vor Kai Hirkow, der die Nettowertung gewonnen hätte, wenn es denn eine gegeben hätte.
1.    Miguel Morato Brede                              15 BP
2.    Kay Hirkow                                               7 BP
3.    Stefan Doering                                         6 BP
4.    Isabel Sophie Morato Brede                     6 BP
5.    Christian Knorr                                         4 BP
6.    Andrea Brede                                           3 BP

Euer Klaus Purwin