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28.10.2019

Ende Gelände

Oder etwas dezenter und eleganter ausgedrückt: Mit dem Traditionsturnier um die Martinsgans endete am Sonntag, den 27.10., die Wettspielsaison im Golfclub Kassel-Wilhelmshöhe.

v.l.n.r Lambert Lorenz, Lars Eickmann, Ines Leja und Dieter Leja

Leider, war eine schöne Saison, aber kein Grund in tiefe Traurigkeit zu fallen, denn im nächsten Frühjahr geht es schon wieder los und dank der neuen 4 Grüns freue ich mich jetzt schon riesig darauf. Leider war das schöne herbstliche Wetter just an diesem Martinsgansturnier Sonntag beendet und es nieselte sehr oft an diesem Tag  vom trüben Himmel. Aber auch diese äußeren Umstände waren für die Teilnehmer kein Grund, in tiefe Traurigkeit zu fallen, denn deren Laune konnte man an diesem Morgen einfach nur mit „bombig“ beschreiben. Alle hatten sich auf dieses Turnier gefreut und so konnte selbst die Nässe diese gute Laune nicht  trüben. Alle hatten sich gefreut? Naja, bei einigen, die von Ehepartnern oder Freunden überredet worden waren, endlich mal an einem Turnier teilzunehmen,  hielt sich die Vorfreude etwas in Grenzen. Weil  eine verständliche, aber nicht zu bezwingende Versagensangst,  bei diesen Clubmitgliedern vorhanden ist und damit die Vorfreude lähmt. Gerade, wenn sie sich vor gar nicht so langer Zeit für einen Wechsel nach Kassel entschieden haben. Verständlich, auch wenn ihnen tausendmal eingeredet wird, dass es bei diesem Turnier nun wirklich nicht um Leben oder Tod, außer bei der Gans, sondern nur um einen schönen Saisonabschluss und  um eben diese Gans geht.

Dieser Chapman-Vierer als Zählspiel mit der Besonderheit, dass nur drei Schläger erlaubt sind, wobei der Putter Pflicht ist, erfreut sich zum Teil unglaublicher Beliebtheit. Es gibt regelrechte Spezialisten, die sich schon das ganze Jahr auf dieses Turnier freuen und dafür regelrecht trainieren und austüfteln, mit welchen Schlägern sie ins Rennen gehen. Quasi 3 Schlägerprofis, die überlegen, warum sie eigentlich 14 Schläger im Bag haben und ob sie nicht 11 Schläger verkaufen sollten, weil sie mit 3 Schlägern genauso gut spielen.

In der Bruttowertung, also da, wo die Paarungen mit dem guten Handicap um den Sieg streiten,  trifft man  solche Spezialisten. Spezialisten, die, wie Lars Eickmann, im Team zu Hochform auflaufen (s. Clubmeisterschaft), oder Spezialisten, die, wie Günther Großkurth, mit 3 Schlägern Topergebnisse ins Clubhaus bringen. An diesem Tag gewann der Teamspezialist an der Seite von Lambert Lorenz knapp vor dem Schlägerminimalisten an der Seite von Altmeister Stewart Macintosh.

1.       Lars Eickmann

Lambert Lorenz                                  82 BS

2.       Stewart Macintosh

Günther Großkurth                           84 BS

 

Im Nettobereich ist es hingegen etwas anders, da haben Paarungen, bei denen einer oder besser noch Beide ein etwas verschönerungswürdiges Handicap haben, einen deutlichen Vorteil. Also findet man hier auf den Siegerlisten oft Teams, die einen familiären oder freundschaftlichen Hintergrund besitzen. Wobei der bessere Teamspieler den etwas schlechteren meist zur Teilnahme überreden muss und damit den Zwiespalt zwischen Vorfreude und Versagensangst ins Leben ruft. Zumindest von zwei Teams, die dann auch noch in der Siegerliste auftauchen und damit verdeutlichen, dass die Angst völlig unbegründet war und sie wahre Turnierriesen  sind, weiß ich, dass sich die Freude arg in Grenzen hielt. Vorher, hinterher natürlich nicht mehr.

1.       Ines Leja

Dieter Leja                                          51 NS

2.       Hans-Günther Schafdecker

Ute Schafdecker                                60 NS

3.       Dr. Karl-Heinz König

Gabriele König                                             66 NS

4.       Uwe Salzmann 

Jörg Rothstein                                             67 NS

5.       Jörg Thaetner

Martina Lesse                                             67 NS

 

Ach ja, das Turnier hat aber auch einen leckerndären Ruf. Denn am Abend gibt es die legendäre Heuertzsche Martinsgans. Für fast alle ist es der erste Saisonkontakt mit einer gebratenen Gans und für viele ist es die beste Gans der  ganzen  Wintersaison. Aber es ist nicht nur die Gans, die dem Gaumen Freude bereitet, auch der Feldsalat mit Mandelsplittern und besonders der beliebte Bratapfel mit Marzipan und Vanillesauce haben ihre Fangemeinde.

Schade, dass es bis zum nächsten Martinsgans Turnier so lange dauert!