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02.09.2018

Clubmeisterschaften sind Großkampftage

Zum einen für alle Teilnehmer, die zum Teil 2 x 18 Loch am Samstag bewältigen müssen. Was mit einer kurzen Nudelpause von ca. 20 Minuten zwischen den zwei Runden schon eine nicht zu unterschätzende Herausforderung ist!

Eine Herausforderung im mentalen und konditionellen Bereich, die natürlich Startzeiten zu ungewohnt früher Stunde beinhaltet. Damit man die 36 Loch auch noch im Hellen beenden kann, weil auch die Spielform „Zählspiel“, also spielen bis der Ball endlich im Loch verschwindet, selbstverständlich längere Runden- und Wartezeiten provoziert. Aber nicht nur längere Spielzeiten muss man einkalkulieren, auch eine gewisse Frustration steht bei  Clubmeisterschaften durchaus auf der Tagesordnung.

Deshalb gehört auch die sehr häufige Aussage „Irgendwie habe ich auch schon mal besser gespielt“  zum Standardrepertoire von vielen Aktiven nach der Strapaze. Überhaupt, so ganz zufrieden sind nur Wenige, das Gros flüchtet sich entweder in Sarkasmus oder glänzt durch kommentarlose, fluchtartige Abwesenheit. Dabei muss man mal ganz klar sagen: Jeder, der bei den Clubmeisterschaften mitspielt, egal wie, verdient Respekt! Jeder, der dies Wagnis eingeht, ist ein Sieger, egal welche Zahl auf der Scorekarte steht. Hut ab, gerade vor denen, die keine realistische Siegchance haben, aber trotzdem um 7 Uhr in der Frühe auf dem Abschlag stehen.

Großkampftage aber auch für unser Platzpflegeteam. Schon in den Tagen davor herrscht Hektik und je näher das Wochenende rückt, umso intensiver und häufiger sieht man die Jungs auf und neben dem Platz. Dabei ist es bei dieser verdammten Trockenheit und den 3 Umbaulöchern alles andere als leicht, vernünftige Bedingungen zu schaffen. Das Gras wächst nicht, die Bälle rollen bis zum Königsplatz und die Optik ist Sahara like, da kann das Team sich noch so anstrengen, es können keine optimalen Bedingungen hergezaubert werden. Aber das, was sie aus diesen grenzwertigen Gegebenheiten rausholen, ist allererste Sahne.

Großkampftage natürlich auch für die Gastronomie. Heuertz sind Samstagsmorgens in aller Frühe, also weit vor 7 Uhr und damit vor den ersten Spielern da. Und ohne Pause geht es bis abends so gegen 21 Uhr zur Sache. Ein 14 Stunden Tag, ganz ohne die kleinste Pause. Man kann sich stressfreiere und schönere Wochenenden vorstellen. Aber auch der Sonntag hat es in sich. Wieder von 6.30, aber diesmal bis open-end. Na ja, nach der Siegerehrung gibt es ja für den ein oder anderen was zu feiern. Und da kann es ganz schön lang werden. Und da kann man nicht einfach zumachen, obwohl man hundemüde ist.
Last not least auch Großkampftage für unser „Guten Geister“.

Also unsere 4 Auskunftsgeberinnen, unsere Ruhepole, unsere Arbeitstiere, unsere Schlichterinnen und unsere Problembeauftragten. Was diese Damen schon im Vorfeld leisten müssen ist gewaltig. Aber das ist vor dem Turnier noch ganz easy, am Samstag und am Sonntag geht es dann richtig zur Sache. Fragen über Fragen müssen beantwortet werden, Beschwerden über Gott und die Welt müssen entkräftet werden, usw.. Kurzum, es sind zwei Tage, an denen man mental ganz schön gefordert wird. Denn mal Hand aufs Herz: Wir Golfer sind manchmal schon etwas kompliziert und oft absolut nicht introvertiert. Besonders dann, wenn es um unseren eigenen, kleinen Vorteil geht.