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29.08.2018

Dramatik pur beim Aufstieg der 30-2

Saisonfinale auf eigenem Platz. Dazu die Tabellenführung und dadurch der Aufstieg zum Greifen nah.

Captain-Herz (W. Schäfer), was willst Du mehr? So sahen die vordergründigen Tatsachen an diesem Samstag, den 18. August 2018, vor dem letzten Spieltag der AK 30-2 Herren aus.

Aber es war in der Tabelle verdammt eng. Man lag nur mit einem Punkt und 56 Schlägen vor dem Tabellenzweiten Hühnerhof auf dem ersten Platz, also auf dem Aufstiegsrang, den man sich mit zwei Siegen (in Lauterbach und Attighof)  und einem 3. Platz (gefühlter Ausrutscher) in Hühnerhof hart erarbeitet hatte.

Aber auch die Mannschaft von Lauterbach lag noch in Aufstiegsdistanz und somit war absolut noch nichts entschieden. Hinzukamen die extrem trockenen Platzverhältnisse, die auf manchen Bahnen ein kontrolliertes Spiel unmöglich machten und den ein oder anderen Ball ins Aus oder ins Hindernis beförderten. Platzkenntnisse hin und her, bestimmt kein Nachteil, aber bei diesen Bedingungen auch kein entscheidender  Vorteil, der die anderen Mannschaften extrem benachteiligte.

Jing Luo, Stefan Thiel, Leander van Velzen, Peter Buntrock, Peter Altwasser und Philipp Waschulewski hatten sich durch zum Teil exzellente Auftritte in den Ligaspielen und durch gute Ergebnisse bei den letzten Turnieren für dies Finale qualifiziert und besaßen dadurch das positive Vertrauen des Captains Wolfgang Schäfer, der sich nach jahrelanger Aufstiegsabstinenz den Triumph doch schon gewaltig wünschte. Aber Golf ist nun mal kein Wunschkonzert und die Tagesform ist einzig und allein der Parameter für Erfolg oder Misserfolg. Da zählen allen guten Ergebnisse nicht mehr, das hier und jetzt ist entscheidend.

Und da tat sich die Kasseler Mannschaft an diesem Tag schwer. Bis zur Halbzeit war auch alles noch so, wie erhofft. Man lag beim Livescoring noch vorn.
Aber dann trumpfte Lauterbach bärenstark auf und überholte das Kasseler Team, so dass auf einmal wieder gebangt werden musste und die Coaches zum Einsatz kamen. Da auch Hühnerhof stärker wurde und dadurch auf eine kleine  Sensation hoffte, hatten die Betreuer alle Hände voll zu tun, die Spieler weiter zu pushen oder wieder in die Spur zu bringen.

Zum Glück fingen sich die Kasseler Lokalmatadoren wieder, spielten ihre Runden solide zu Ende und konnten den Rückstand auf Lauterbach im Rahmen halten. Letztendlich wurde Lauterbach mit 4 Schlägen vor Kassel Tagessieger, aber dank dieses 2. Platzes war dem  Kasseler Team  der verdiente Aufstieg nicht mehr zu nehmen. Hühnerhof wurde mit 13 Schlägen Dritter und war natürlich enttäuscht, während unsere Jungs endlich nach langen Aufstiegslosen Jahren den Aufstieg feiern konnten.

Was man dann auch ausführlich tat. Man lud außerdem die ganzen anderen Mannschaften auf eigene Kosten ein und es wurde ein langer und schöner Abend oben im Clubhaus. Ein Abend, den sich nicht nur das Team, sondern das ganze Umfeld der sympathischen Truppe  mehr als nur gewünscht hatte, weil an ihm der ersehnte Aufstieg endlich feststand und man wie ein würdiger Meister feiern konnte.