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26.08.2018

Das große Jubiläumsturnier : 60 Jahre Golfclub

Es herrschte an diesem Samstag, den 25. August, schon eine nostalgische Stimmung im Golfclub Kassel-Wilhelmshöhe. Eine positive Art von Nostalgie, denn es wurde mit diesem Turnier an das Jahr 1958 gedacht.

Das Jahr an dem der Golfclub vor 60 Jahren ins Leben gerufen wurde. An die Zeit, wo Deutschland geradezu in allen Dingen explodierte und es so wahnsinnig viele liebenswerte und teils schon leicht perverse Dinge gab, die einem, der die Zeit live erleben durfte, das Herz ein wenig höher schlagen lassen.

Und genau dieses Flair sollte bei diesem Turnier, einem nicht vorgabenwirksamen Stableford, im Hintergrund mitschwingen und mit dezenten Kleinigkeiten an die Eigenheiten (z.B. Mettigel) dieser Zeit erinnern. So gab es z.B. als Halfway Verpflegung einen herrlich nostalgischen „Toast Hawaii“. Conny Francis mit ihrem damaligen Nr. 1 Hit  „Heißer Sand und ein verlorenes Land“ hätte perfekt zu diesem Turnier und den Platzverhältnissen gepasst, aber erstens trällerte sie ihren Song erst 1962 und zweitens hatte auch Petrus an diesem Tag einen nostalgischen Moment. Es regnete leicht! Genau wie früher, als es auch im Sommer ab und an mal regnete. Kein Wolkenbruch, aber einige Flights mussten doch schon den Schirm einsetzen. Wenn sie überhaupt noch wussten, wie so ein Regenschirm zu handhaben ist!

Na gut, wenn man schon mal bei den kulinarischen Highlights der 50er Jahre ist, dann aber auch richtig. Genau das hatte das Präsidium gedacht und dementsprechend fiel das abendliche Buffet aus. Alles Dinge, die etwas Wehmut und „weißt Du noch?“- Gefühle in die Herzen der älteren Mitglieder zaubern. Und ein Schmunzeln gepaart mit leichtem Kopfschütteln bei den Jüngeren. Aber auch Dinge, die zwar nach was aussahen und richtig gut schmeckten, aber trotzdem bezahlbar waren. Schinkenröllchen statt Kaviar. Nachkriegsdeutschland hatte es nicht so dicke, wollte aber trotzdem was Leckeres und Originelles auf dem Teller vorfinden.

Nun ja, mit sechzig Jahren ist man nicht alt (angeblich fängt das Leben ja erst mit 66 Jahren an), aber man sollte erfahren genug sein, sich permanent neu zu erfinden, um den Anforderungen des Lebens gewachsen zu sein. Genau dies tut unser Club ja permanent und schafft damit Räume für Jung und Alt. Wiederum spielt der Sex mit Sechzig nicht mehr die Rolle, wie mit Sechzehn, aber das ist kein Grund, sich nicht sexy zu präsentieren. Und wenn ich mir nur die jungen Damen unseres Sekretariats und  viele der Mitglieder auf dem gemeinsamen Siegerfoto betrachte, ganz zu schweigen von einigen nicht abgelichteten Mitgliedern, dann brauche ich mir keine Sorgen um die Präsentation des Golfclubs zu machen.

Ja und weil die Zahl „6“ an diesem Tag eine besondere Bedeutung hatte, spiegelte sich dies auch in den Ergebnislisten wieder. So erhielten nicht nur die Sieger, sondern auch der 6., der 16. und der 26. einen  Preis. Außerdem war es ein sog. Bindfaden-Turnier. Man konnte jede Menge Schläge einsparen, wenn man seinen Bindfaden strategisch gut einsetzte, und damit sein Ergebnis verbessern. Es war ein würdiges Jubiläumsturnier, das gerade in den Details glänzte, und bei dem Jedermann seinen Spaß hatte. Was ev. fehlte war der Einsatz eines Hula Hoop Reifens bei der Siegerehrung. Z. B. durch den Präsidenten. Obwohl, der ist noch zu jung, um den fachmännisch zu beherrschen.

Netto
Alle Handicap Klassen
1.    Niklas Roth                         66
2.    Martina Lesse                     61
3.    Silja Heine                          60
6.    Susanne Hunold                 57
16.  Bettina Ludewig-Husheer   51
26.  Renate Haake                     49

Brutto Gesamt
1.    Waldemar Lenze                 38
2.    Jens Kahl                             37
6.    Wolfgang Schäfer                35

Nearest to the pin     Bahn 17              Manfred Haake (Herren)
                                                             Zdenka Fischer (Damen)